Wut im Bauch

Spiele, die man nur zu zweit spielen kann, sind blöd, findet Berkay (Faris Yüzbaşıoğlu). Zum Glück ist im dritten Stock ein neues Mädchen (Nadja Duesterberg) eingezogen, das dem Achtjährigen und seiner besten Freundin Anna (Philine Conrad) Gesells

Ach! Ihr dunklen Mächte

„Betreten der Mühle auf eigene Gefahr!“ So heißt es auf dem Ausweis, den sich jeder Zuschauer der Vorstellung „Krabat“ umhängen muss, bevor er den Roten Saal der Comedia betritt. Da kann einem schon mulmig werden – wäre man denn auf sich allein ge

Krieg kann nie ein Mittel sein

Im November 2016 feierte Nada Kokotovićs „Sterben in Kroatien“ im Theater der Keller Premiere. Die Inszenierung ausgewählter Essays aus Slavenka Drakulićs gleichnamigem Band über den „Krieg mitten in Europa“ hatte das Kölner Publikum und die Kriti

"Tanze Salsa mit mir" - Auf einen Kaffee mit Moritz Heidelbach

Südstädter Moritz Heidelbach bekam bereits im Dezember letzten Jahres im Rahmen der 27. Kölner Tanz- und Theaterpreisverleihung den „Puck“ als bester Nachwuchsdarsteller Kölns. Der Preis wird gern auch als „Kölscher Oscar“ bezeichnet und in der Ju

Die kindliche Seele ist ja bei jedem da

Er ist schon längst erfolgreich in die Fußstapfen seines berühmten Vater getreten: Taro Sladek, der gemeinsam mit seinem Vater, dem Pantomimen Milan Sladek, das musikalische Märchen „Peter und der Wolf“ von Sergei Prokofjew inszeniert hat. Anlässl

30 Jahre TAS

„Wir würden Herrn Trump nie auf die Bühne stellen“

Dreißig Jahre ist kein Alter? Oh doch! Wenn es um ein Theater geht, das Unterhaltung mit politischem und gesellschaftlichem Engagement verbindet und es schafft, ohne finanzielle Unterstützung durch die Stadt zu überleben. Das „Theater am Sachsenri

Von einer, die ausbrach

Theatermomente wie diese sollte es öfter geben: Als die zwei Darsteller wie schattenhafte Gestalten die Bühne betreten, herrscht kein andächtiges, sondern ein vorfreudiges Schweigen im Zuschauerraum. Man ahnt gleich, dass das Publikum wohl zu eine

©MEYER ORIGINALS

Ist die Wahrheit es wert?

Es sieht so spielerisch und leicht aus, wie sie nacheinander auf das grüne Sofa hopsen, immer wieder, bis sie schließlich einträchtig als Familie nebeneinander sitzen. Sie: das sind die Kinder Livia (Joana Tscheinig), Virginia (Lina Spieth) Vinzen

Kabbelei und Liebe

Glück und Elend der Mutter-Tochter-Beziehung beginnen bereits im Mutterleib. Dieser Gedanke drängt sich geradezu auf, wenn man zwei Frauen in Embryohaltung und eng beieinander mittig auf der kargen Bühne des Orangerie-Theaters liegen sieht. Ein du

Die inneren Dämonen, die äußeren Umstände

Schon mal was von „Lenz“ gehört? Sicherlich, ist der Begriff doch durch die Redewendung „sich einen Lenz machen“, also mal faul sein, bekannt. Weitaus weniger bekannt dagegen ist der Schriftsteller Jakob Michael Reinhold Lenz, ein Zeitgenosse Goet